Ich liebe die Seychellen- Mon Kontan Sesel

Geschrieben von Imelda Stucki am 09.09.2015 in der Kategorie We love

Letzthin durfte ich eines der letzten Paradiese dieser Erde hautnah erleben. Die Seychellen! Der Inselstaat im Indischen Ozean mit gerade einmal 90‘000 Einwohnern gehört geografisch zu Afrika und liegt 10 Flugstunden südöstlich von der Schweiz entfernt.Der Inselstaat ist seit 1976 unabhängig vom Vereinigten Königreich von Grossbritannien und Victoria gilt als die kleinste Hauptstadt der Welt.

Ein kunterbuntes Völkergemisch lebt auf diesen 42 Granit- und 73 Koralleninseln zusammen. Die Einwohner scheinen glücklich und stolz, Seychellois zu sein! Bewundernswert wie Weiss und Schwarz und alle Schattierungen davon, Christ, Moslem und Hindu auf diesen teilweise sehr kleinen Inseln friedlich zusammenleben. Man wünscht sich so viel Frieden für die ganze Welt.

Das Leben auf den Seychellen ist beschaulich und fern von aller Hektik! Nur die Besucher meinen manchmal, alles müsse gleich schnell und hektisch erledigt werden wie zu Hause.

Siebzig Prozent der Seychellois leben vom Tourismus. Der Staat hat erkannt, welch einzigartige Kostbarkeit er mit den Inseln besitzt und setzt sich auch sehr dafür ein, dass die Natur auf den Inseln aber auch unter Wasser erhalten bleibt. Die Seychellen sind der einzige Staat der Erde, welcher den Naturschutz in die Verfassung aufgenommen hat. Bis heute sind 59 % des Territoriums unter Naturschutz gestellt. Mit dem Vallée de Mai auf Praslin und den Aldabra-Inseln gibt es auch zwei UNESCO-Weltnaturerbe auf den Seychellen.

Die Hauptinsel Mahé

Die grösste der Inseln ist Mahé. Mit Victoria der Hauptstadt und dem internationalen Flughafen ist es auch die wichtigste Insel der Seychellen. Hier leben etwa 90 % der Seychellois. Um allen Wohnraum bieten zu können wird seit vielen Jahren, viel Geld in die Landgewinnung gesteckt. So liegt zum Beispiel der Flughafen auf Land welches dem Meer abgerungen wurde.

Eden Island mit der Hauptstadt Victoria

Eden Island mit der Hauptstadt Victoria

Auf Mahé gelandet hatte ich sofort das Gefühl, in eine Welt katapultiert worden zu sein, die ich so am ehesten aus der Karibik kenne. Alles geht gemächlich seinen Gang, man nimmt sich selbst nicht so wichtig, man kann einfach geschehen lassen, es wird alles seinen Gang gehen. Die Hektik fällt von einem ab und man kann tief durchatmen und zurück lehnen. Herrlich! Genau dieses Gefühl ist unbezahlbar und kann nicht mit Geld gekauft werden. Dafür muss man eben auf die Seychellen reisen.

Kindertag auf Mahé

Kindertag auf Mahé

Schon die erste Fahrt quer über die Insel hat mir einen sehr guten Eindruck vom Leben der Einheimischen gegeben. Die Menschen hier leben gut und haben Arbeit. Schule und medizinische Versorgung bezahlt der Staat, was allen die gleiche Chance gibt. Die Fahrten kreuz und quer über die Insel sind manchmal ein Abenteuer, da die Strassen zwar gut sind aber teilweises sehr eng, sodass man manchmal nicht kreuzen kann oder nur unter erschwerten Bedingungen. An den Linksverkehr gewöhnt man sich schnell, da der Verkehr ausserhalb von Victoria eher gering ist. Einen Mietwagen auf Mahé zu haben gibt einem die Freiheit zu den schönsten Stränden zu fahren. Die herrlichen puderfeinen, weissen Strände zählen zu den Besten, die je gesehen habe. Ich denke da zum Beispiel an Anse Intendance oder auch an den Anse à la Mouche.

Die Insel ist zu grossen Teilen von einem in allen Grünschattierungen leuchtenden Nebelwald bedeckt und bietet vor allem vielen endemischen Vogelarten eine Heimat. Im Norden der Insel befindet sich auch ein ausgedehntes Mangrovengebiet.

Auf Mahé findet man Hotels im Luxussegment, welche wirklich Luxus bieten in Form von ausgezeichnetem Service, einer sehr grosszügigen Bauweise der Zimmer/Villen, immer an den schönsten Stränden liegend, mit fantastischen Pool- und Gartenlandschaften.

Aber auch mit einem etwas kleineren Budget lassen sich sehr angenehme Unterkünfte finden, wo man verwöhnt wird. Die Menschen sind sehr freundlich und lesen einem die Wünsche von den Augen ab.

Das Essen ist wunderbar und es kommt fast immer, entweder als Vor- oder als Hauptspeise, Fisch auf den Tisch. Dieser ist fangfrisch und schmeckt sogar mir, die ich keine Fischliebhaberin bin. Aber auch die herrlichen tropischen Früchte wie Ananas, Mango, Papaya und Melonen gehören zum Angebot in jedem Restaurant.

Auf dem Fischmarkt auf Mathé

Auf dem Fischmarkt auf Mathé

Weiter geht’s nach Praslin

Praslin ist die zweitgrösste Insel der inneren Seychellen. Die Hauptstadt der Insel ist Baie Sainte Anne. Praslin hat nur eine Gesamtfläche von 38 km² und es leben ca. 8000 Menschen da. Sie ist neben Curieuse die Heimat der Seychellenpalme oder besser bekannt unter dem Namen „Coco de Mer“. Diese wachsen vor allem im UNESCO-Weltnaturerbe Vallée de Mai. Das Vallée de Mai beherbergt auch einige der seltensten Vogelarten wie z.B. den Rabenpapagei oder der Dickschnabel-Fluchtvogel.

Ich mit Coco de Mér

Ich mit der Coco de Mér

Bei den Besuchern punktet die Insel auch mit ihren Stränden. Gehören doch der Anse Lazio oder der Anse Kerlan zu den schönsten Stränden der Welt.

Traumstrand auf Praslin

Traumstrand auf Praslin

Die Überfahrt von Mahé nach Praslin dauert ca. 1 Stunde und ist bei windigem Wetter und etwas Seegang eine grosse Prüfung. Vor allem für Menschen wie mich, die schon auf dem Walensee seekrank werden. Aber siehe da, mit einem „Pilleli“ und etwas Selbstbeherrschung kann auch das überstanden werden. Auf jeden Fall lohnt sich der Besuch von Praslin. Auch diese Insel wartet mit ausgezeichneter Hotellerie auf und die bergige, von Nebelwald bedeckte Insel ist auch landschaftlich ein Erlebnis.

Blick auf's Meer von Praslin

Blick auf’s Meer von Praslin

Unsere letzten Tage auf La Digue

Das berühmteste Fotomotiv der Seychellen ist der Anse Source D’Argent auf La Digue. Jeder hat dieser von beeindruckenden Granitfelsen gesäumten Strand schon einmal gesehen und genau wie auf den Bildern präsentiert er sich am Tag meiner Ankunft auf La Digue. Das Meer zeigt alle Grün- und Blautöne, der Strand ist weiss und puderfein und die Granitfelsen erstrahlen rötlich im Sonnenlicht.

La Digue ist die kleinste der drei bewohnten Hauptinseln der Seychellen. Auf den knapp 10 Quadratkilometern leben rund 3000 Einwohner, Diguois genannt.

Der größte Teil der Bevölkerung lebt im Westen der Insel, wo sich eine grosse Lücke im Korallenriff befindet, die einen Zugang zum offenen Meer für größere Schiffe ermöglicht. Dort liegt der Hafen und Hauptort La Passe, der zugleich die einzige größere Siedlung mit Infrastruktur auf der Insel ist. Der Süden und Osten sind weitgehend unbewohnt.

Granditformationen auf La Digou

Die Granitfelsen auf La Digue

Auch diese Insel habe ich mit der Fähre erreicht. Die 30 Minuten von Pralins nach la Digue ist auch für Nichtliebhaber von Schifffahrten gut zu machen. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall nur schon wegen des Anse Source D’Argent.

Hier auf La Digue ist das Leben noch einmal etwas langsamer und weit von jeglicher Hektik. Auf La Digue ist der normale Tourist nur mit dem Fahrrad unterwegs genau so wie die meisten Einheimischen. Auf dieser Insel haben nur der Arzt und die Polizei und vielleicht noch der Bürgermeister ein Auto. Ah ja es gibt noch das eine oder andere Taxi, welches von den Touristen benutzt werden kann. Gegen Bezahlung selbstverständlich. Die Hotellerie hier auf der Insel ist eher einfach. Luxushotels sucht man vergeblich, vielleicht abgesehen vom sehr schönen Hotel Le Domaine de l’Orangeraie.

Mein Fazit zu dieser Reise: die Seychellen sind ein Paradies welches in 10 Flugstunden zu erreichen ist. Mit dem aktiven Umweltschutz des Staates ist auch garantiert, dass wir die Schönheit dieses Inselstaates auch in vielen Jahren noch geniessen können.

Haben wir dein Interesse geweckt? Auf unserer Website findest du tolle Angebote für die Seychellen.

Imelda Stucki
Imelda Stucki
am 09.09.2015 in der Kategorie We love

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *