Antarktis – Abenteuer ans Ende der Welt

Geschrieben von Mr & Mrs Sippy am 08.03.2019 in der Kategorie Natur

„Mit dir reise ich bis ans Ende der Welt!“ Diesen grossen Traum wollten wir uns mit einer Reise in die Antarktis endlich erfüllen. Doch wie plant man einen Trip zum weissen Kontinent? Wie kommt man dahin? Wie viel Zeit benötigen wir? Wann ist die beste Reisezeit? Gibt es bezahlbare Angebote?

Diese Fragen und noch weit mehr beschäftigten uns im Vorfeld. Nach einigen eigenen Recherchen im Internet fanden wir ein mögliches Expeditionsschiff. Zusammen mit unserer Hotelplan-Beraterin wurden aus unseren vagen Ideen anschliessend konkrete Pläne geschmiedet.

Leinen los!

Inzwischen waren zwei Jahre seit der Planung vergangen und endlich war es soweit – unsere Expedition in die Antarktis startete Ende November. In Ushuaia (Argentinien) bezogen wir für die nächsten fünf Tage unsere Kajüte an Bord der «M/V Ocean Nova». Begleitet von einem Expeditionsteam fuhren wir durch die berüchtigte Drake Passage vorbei an Kap Hoorn zu den südlichen Shetlandinseln und der antarktischen Halbinsel.

Leinen los! Rückblick auf Ushuaia

Während der Schiffsreise erfuhren wir bei zahlreichen, spannenden Vorträgen mehr über die einzigartige Flora und Fauna dieser Region. Auch die Mahlzeiten an Bord waren fantastisch. Für die Passagiere, welche von der Seekrankheit heimgesucht wurden, stand eine Bordärztin zur Verfügung. Wir empfehlen trotzdem eigene Medikamente mitzubringen und diese von Anfang an einzunehmen – sicher ist sicher.

Nach drei Tagen auf hoher See erreichten wir einen wichtigen Meilenstein auf unserer Reise: Wir passierten den 60. Breitengrad Süd und waren damit offiziell in der Antarktis.

Eis in Sicht

Pinguine so weit das Auge reicht!

Am vierten Tag betraten wir nach einem wilden Ritt in einem Zodiac zum ersten Mal den weissen Kontinent.  Wir durften «Yankee Harbour» auf Greenwich Island erkunden. Die Bucht ist von einem geschwungenen Stein- und Kiesstrand umgeben. Oberhalb des Strandes brüten zigtausende Eselspinguine.

Ein Eselspinguin in der Antarktis

Ein eiskalter Wind peitschte uns um die Nase. Was für ein tolles Gefühl. Kaum aus dem Zodiac gestiegen, zeigte sich bereits die erste Weddellrobe und hob kurz interessiert den Kopf, bevor sie gemütlich weiterschlief. In einiger Entfernung watschelten Eselspinguine. Nach einem kurzen Briefing durch die Crew an Land, durften wir dann zwei Stunden die kleine Bucht erkunden. Grundsätzlich durften wir uns auf «Yankee Harbour» frei bewegen. Rote Fahnen markierten dabei Grenzen, die aus Sicherheits- und Tierschutzgründen eingehalten werden mussten.

Wir kniffen uns in den Arm – nein, wir träumten nicht, wir waren tatsächlich am Ende der Welt. Die unzähligen Pinguine in freier Wildbahn zu sehen und zu beobachten, war atemberaubend und unbeschreiblich.

Strand voller Zügelpinguinen

Am Nachmittag des gleichen Tages erkundeten wir die «Half Moon Island». Diese kleine Insel liegt zwischen Livingston und Greenwich Island. Sie ist nur gerade zwei Kilometer lang und ist die Heimat von unzähligen Zügelpinguinen. Wir hatten wiederum zwei Stunden Zeit die Insel zu erkunden, die vielen Pinguine zu beobachten und nach Killerwalen (Orcas) Ausschau zu halten.

Die karge und raue Schönheit der Antarktis kann nur schwer in Worte gefasst werden. Leider hiess es viel zu früh schon wieder Abschied nehmen. Von der «Base Presidente Eduardo Frei Montalva» flogen wir in rund zwei Stunden zurück zum südamerikanischen Festland nach Punta Arenas (Chile).

Wir können dieses Erlebnis jedem Abenteurer nur ans Herz legen. Jeder Moment ist unbezahlbar und die vielen Eindrücke und Erfahrungen werden für immer ein Teil von uns sein. Wir danken unserer Hotelplan-Beraterin von ganzem Herzen für die Unterstützung bei der Organisation dieser tollen Reise.

Mr & Mrs Sippy
Mr & Mrs Sippy
am 08.03.2019 in der Kategorie Natur

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