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Zwischen Haute Couture und Holzabfällen

Anja Dobes

Es beginnt zu tröpfeln, Regenjacken und Schirme werden gezückt. Wir stehen mitten im brasilianischen Regenwald und warten darauf, einen Jahrzehnte-alten Baum fallen zu sehen. „This is exciting“, sagt Nadine Strittmatter, Schweizer Topmodel. Die Journalisten prüfen fleissig ihre Kameraeinstellungen und stellen João, dem Förster, Fragen zu nachhaltiger Forstwirtschaft.

Wohin fliessen unsere Spendengelder?

Wir sind auf einer Medienreise von myclimate, der führenden Schweizer Stiftung für Klimaschutz. Die Reise führt tief in den brasilianischen Amazonas hinein. Mit dabei das Schweizer Topmodel Nadine Strittmatter, 15 Journalisten aus der Schweiz und Deutschland, drei Vertreter von myclimate und ich: Als Verantwortliche für Nachhaltigkeit bei Hotelplan Suisse wollte ich wissen, wohin unsere Spendengelder und jene unserer Kunden fliessen. Diese kommen nämlich einem Klimaschutzprojekt von myclimate zugute. Konkret geht es um die Verringerung von CO2-Ausstoss, welcher bei dem nah gelegenen Kraftwerk in Itacoatiara – einer Kleinstadt im brasilianischen Amazonas – während der Verbrennung von Diesel zur Stromgewinnung erzeugt wird. Nun werden dort Holzabfälle aus nachhaltiger Forstwirtschaft statt Diesel verbrannt. Die Bevölkerung der Stadt Itacoatiara profitiert zudem von einer stabileren Stromversorgung, tieferen Strompreisen und mehr Arbeitsplätzen.

Die Schöne und ihr Engagement

Für etwas Glamour zwischen Regenwald, Schlamm und Holzabfällen sorgte Topmodel Nadine Strittmatter: Die 29-jährige, weitgereiste Wahl-Pariserin und Botschafterin von myclimate unterstützt den Klimaschutz, in dem sie ihre Flüge kompensiert. „Mein Job bedingt eine grosse Mobilität: Heute Paris, morgen New York – da kommt einiges an CO2-Ausstoss zusammen. Deshalb bin ich froh, eine Lösung wie myclimate zu haben, um wenigstens einen kleinen Teil zum Umweltschutz beitragen zu können“, sagt Nadine Strittmatter, welche auch die Emissionen ihres gesamten Haushalts kompensiert. Lang und schlank ist der Baum, der nun gefällt wird. Lang und schlank ist auch Nadine Strittmatter, die beeindruckt das Fällen des 25 Meter hohen Baumes in unmittelbarer Nähe miterlebt. „17 Jahre wird es benötigen, um die Natur um den Baum herum wieder herzustellen“, sagt João. Da ist das Model schon pflegeleichter: „Mich kann man überall hinpflanzen“, lacht sie.

Hotelplan Suisse nimmt Vorreiterrolle im Klimaschutz ein

Kurz nach dieser interessanten Medienreise konnte ich an der ITB in Berlin einen myclimate-Award für die kontinuierliche Einbettung der Kompensations-Möglichkeit in unseren Verkaufsprozess sowie die Verkaufs-Steigerung von Klimatickets von Hotelplan Suisse entgegen nehmen. Das Ziel, ein Bewusstsein der Kunden zu diesem Thema zu schaffen, ist noch nicht erreicht und es gibt noch einiges zu tun. Aber der myclimate-Award ist ein schönes Zeichen, dass wir – vor allem auch dank Unterstützung unserer Filial-Mitarbeitenden – im Klimaschutz-Bereich auf dem richtigen Weg sind.

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Verfasst am 23.03.2014 Anja Dobes
Veröffentlicht in Hinter den Kulissen
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