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Tunesien – vom Norden bis zum Süden

Jasmin Scheuber

Tunesien, ein Land, das ich damals nur mit Sonne, Strand und Meer in Verbindung brachte, lehrte mich auf meiner Reise eines Besseren. Sie führte mit der Fähre von Italien in die Hauptstadt Tunis. Der Besuch der Medina begeisterte mich, da diese nur so vor Kontrasten sprühte. Wer Tunis bereist, sollte sich unbedingt das Künstlerdorf Sidi Bou Said nicht entgehen lassen, welches am Felsen von Karthago liegt. Mich umringte ein Charme tunesischer Schönheit und ich wurde eingebettet in einen Duftmantel der Bougainvilleablüten. Im Café des Nattes durfte ich zum Abschluss einen wunderschönen Blick auf den Hafen und das Meer geniessen.

Medina

Medina

 

Die Bougainvilleablüten in Sidi Bou Said.

Die Bougainvilleablüten in Sidi Bou Said.

Weiter ging die Fahrt nach Tabarka im Norden Richtung Süden über das Atlasgebirge. Ich war erstaunt über die grünen und saftigen Hügel im Norden, die mit farbigen Blumenlandschaften verziert waren. Es kam mir vor, als wäre ich zu Hause in der Schweiz. Ich habe mir sagen lassen, dass viele Trekkingliebhaber, welche sich je nach Vorliebe für die Wüste oder das Gebirge entscheiden, ab Tabarka den perfekten Start haben. Beeindruckt war ich auch von der archäologischen Römerstätte in Dougga, die auf jeden Fall als Ausflugsziel empfehlenswert ist.

Tabarka

Tabarka

 

Die archäologischen Römerstätte in Dougga.

Die archäologischen Römerstätte in Dougga.

Nach etwa 3,5 Fahrstunden erreichten wir eine schmale Halbinsel, auf der Mahdia liegt. Die Kleinstadt ist im Vergleich zu den anderen Badeferienorten nicht so touristisch überlaufen, was genau meinen Erwartungen entsprach. Zum Z’Nacht assen wir in einem Restaurant vorzüglichen Fisch (Mahdia ist bekannt für seine Fischer) und verbrachten zum Ausklang den Abend in einem offenen Café in der Medina. Ruhig ging es dort zu und her, erfrischend, auftankend.

Mahdia

Mahdia

Am nächsten Tag hielten wir uns den ganzen Morgen wegen der Hitze im Auto auf und waren Dank der Klimaanlage alle munter. In El Jorf angelangt, erreichten wir die Insel Djerba mit der Fähre. Die überschaubare Insel mit ihren vielen freistehenden Palmen hat mir auf Anhieb gefallen. Zwei Wochen sonnte ich mich auf dem feinem Sandstrand bei Sidi-Mehrez, wie die Touristenzone im Norden genannt wird. Und obwohl der Norden der Insel sehr touristisch geprägt ist, hat sie dennoch viel Charme. Hier konnte ich dem Rhythmus meiner Leidenschaft folgen.

Von den Hotels auf Djerba hat mich eines ganz besonders beeindruckt: das Djerba Plaza Thalasso & Spa. Vor allem im Farbenspiel zum Sonnenuntergang erschien es mir wie aus Tausend und einer Nacht.

Das Farbenspiel zum Sonnenuntergang wie aus Tausend und einer Nacht.

Das Farbenspiel zum Sonnenuntergang wie aus Tausend und einer Nacht.

In der grosszügig gestalteten Gartenanlage mit Poollandschaft, Sonnenterrasse und Palmen schien die Zeit still zu stehen, im Speziellen, als wir sie uns einen erfrischenden Drink gönnten. An diese idyllische Oase schliesst sich nach einem kurzen Spaziergang der hoteleigene Sandstrand an, der flach in das Mittelmeer abfällt. Daneben befinden sich gleich sechs Tennisplätze. Landeinwärts grenzt das Resort an den Djerba Golf Club. Auf sein Hobby muss also niemand verzichten.

Das Djerba Plaza Thalasso & Spa mit Blick aufs Meer.

Das Djerba Plaza Thalasso & Spa mit Blick aufs Meer.

Neben Sport wird auch ein kurzweiliges Unterhaltungsprogramm mit Livemusik, Shows, Tanz und Disco angeboten. Und für Kinder von 4 bis 12 Jahren steht ein Miniclub sowie Planschbecken und Spielplatz bereit. Einen Ort der Ruhe und Entspannung fanden wir im Spa mit seinem Thalassotherapiezentrum. Hier wurden wir ganz nach unseren Wünschen von Kopf bis Fuss mit den passenden Körper- und Schönheitsanwendungen behandelt. Im Hallenbad, Hamam oder in der Sauna lösten sich dann auch noch die letzten Verspannungen und wir liessen uns regelrecht treiben.

Die prachtvolle Gartenanlage.

Die prachtvolle Gartenanlage.

Das Verwöhnprogramm hört im Djerba Plaza Thalasso & Spa aber nicht im Wellnesszentrum auf. Auch in den Buffet- und A-la-carte-Restaurants steht alles im Zeichen des Genusses. Auf den Menükarten präsentieren sich sowohl tunesische als auch italienische Spezialitäten, Saftiges vom Grill sowie Drinks und Snacks. Das moderne, orientalisch inspirierte Ambiente ist der perfekte Rahmen, um all die Köstlichkeiten zu probieren. Für uns war dieses erstklassige Hotel eine Erfahrung, die wir nicht missen möchten.

Ein Restaurant im Djerba Plaza Thalasso & Spa.

Ein Restaurant im Djerba Plaza Thalasso & Spa.

Abenteuerlustigen Besuchern empfehlen wir, mit einer Vespa die Insel zu erkunden. Wir suchten uns genau diesen Tag aus, an dem in Midoun der wöchentliche Markt stattfindet. Auf der Weiterfahrt haben wir uns einige Male verfahren, bauten einen kleinen Unfall, als meine Kollegin mir reinfuhr und ich mir dadurch eine kleine Stelle an meinem Bein am Auspuff verbrannte…  aber, egal. Wir haben gelacht! Weiter ging es in den Norden zum Guellala-Dorf, in dem der Töpfer seine Kunstwerke herstellt. Eine touristische Gruppe stand bereits versammelt und es wurde geknipst und gescherzt, als sich ein kleiner Junge in einem grossen Topf versteckte. «Wo ist Ali Baba?», hat der Töpfer lachend gerufen.

Danach fuhren wir weiter die Westküste entlang nach Houmt Souk, dem Hauptort der Insel. Auf dem weitläufigen Marktplatz werden täglich Souvenirs ausgestellt. Vor allem das Keramikgeschirr in bunten Farben oder auch in der natürlichen Farbe hat eine grosse Fangemeinschaft. In Houmt Souk bestellen Sie am besten einen Pfefferminztee in einem der Cafés, stöbern auf Basaren oder verfolgen eine Fischauktion. Kulturinteressierte haben von der Festung Bordj el-Kébir aus dem 15. Jahrhundert eine tolle Aussicht auf das Meer.

Keramikgeschirr in bunten Farben.

Keramikgeschirr in bunten Farben.

Zwischen den vielen Sonnenstunden, dem warmen Meer, dem zarten, feinsandigen und flach abfallenden Strand und der makellosen Architektur mit den Kuppeln spürten wir die Gastfreundschaft der Einheimischen. Schnell laden sie zu einem Tee oder Couscous- Essen ein und so geschah es auch uns. Wir fanden uns auf dem Hausdach einer einheimischen, fröhlichen Familie beisammen und genossen einen wunderschönen Sonnenuntergang gefolgt von einem herrlichen Blick auf den Sternenhimmel.

So schnell die Ferien in Tunesien begannen, so schnell nahte leider auch schon das Ende. Die ganze Küste habe ich besucht und eines hat sie überall gemeinsam: das herrliche Azurblau des Meeres, traumhafte Sandstrände, den betörenden Duft des Jasmin und der Orangenblüten sowie wunderbare gastfreundliche Menschen.

Der Strand vom Hotel Djerba Plaza Thalasso & Spa

Der Strand vom Hotel Djerba Plaza Thalasso & Spa

Über diesen Artikel

Verfasst am 28.08.2014 Jasmin Scheuber
Veröffentlicht in We love
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