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Malediven – abtauchen & geniessen, auftauchen & staunen

Nadine Rancetti

Ins Wasser springen, Luft ablassen und abtauchen. Einige Meter unter der Wasseroberfläche befindet sich eine andere Welt. Eine Welt voller verschiedenen Farben, Formen und Lebewesen. Wer nicht taucht, sieht definitiv nur die halbe Welt.

In den Ferien früh aufstehen, das wollen die wenigsten – auch ich eigentlich nicht. Doch wenn man taucht, dann bleibt einem meist nicht viel anderes übrig. In meinen letzten Tauchferien auf den Malediven bin ich deshalb fast jeden Tag um 7.00 Uhr aufgestanden… So stellt man sich seine Traumferien nicht wirklich vor. Doch nach dem Vorbereiten der Tauchausrüstung, der Bootsfahrt im türkisblauen Meer und einem grossen Schritt ins Wasser ist die Müdigkeit meistens auch schon verflogen und ich freue mich auf das, was mich unter der Wasseroberfläche erwartet. Ganz besonders freute ich mich an diesem Tag auf den Tauchspot Embudu Channel im Süd-Male-Atoll auf den Malediven, denn davon haben andere Gäste bereits tagelang geschwärmt.

Embudu Island im Süd Male Atoll

Embudu Island im Süd Male Atoll

Beim Briefing auf dem Boot haben wir erfahren, dass die Strömung relativ stark sein werde und deshalb war sogar ein „negative entry“ notwendig – das heisst, reinspringen und sofort abtauchen. Eigentlich bin ich kein Fan von starker Strömung, doch bei diesem Tauchspot war es definitiv von Vorteil. Als wir bei ca. 30 Meter Tiefe angelangt waren, konnten wir uns an Felsen festhalten und vor uns schwammen ca. 20 Weiss- und Schwarz-Spitzen Riffhaie hin und her, denn die mögen die Strömung ganz besonders. Sogar ein Baby konnten wir aus sicherem Abstand erspähen.

 

Nach ca. 10 Minuten „Shark-Watching“ begaben wir uns in den Embudu Channel. Das ist ein Kanal, in dem es uns in gemütlichem Tempo von der einen Seite auf die andere trieb. Es war wie auf einem Rollband und fast wie im Kino – wir trieben an den Fels- und Korallenwänden vorbei und sahen Meeres-Schildkröten, Adlerrochen, verschiedenste Moränen, Löwenfische und so weiter. Viel zu schnell war jemand unserer Tauchgruppe bei 50 Bar angelangt, was so viel bedeutet wie auftauchen. Schon bevor ich wieder an der Wasseroberfläche war, freute ich mich auf den nächsten Tauchgang.

 

Doch auch nachdem wir wieder ins Boot stiegen, der Captain uns, wie immer, fröhlich begrüsste, wir unsere Tauchausrüstung verstaut und den obligaten Schwarztee auf dem Oberdeck des Tauchboots getrunken hatten, war das Abenteuer noch nicht vorbei. Wir fuhren gemütlich übers Meer und stiegen irgendwann wieder vom Oberdeck herunter um an den Bug des Bootes zu liegen. Gerade rechtzeitig, denn plötzlich drehte der Captain der Diverland Crew das Boot nach links und schrie „Dolphins, Dolphins“. Plötzlich sahen wir vor uns einen Schwarm Delfine und rechts war noch einen grösseren…

 

Es tummelte es nur so von Delfinen. Mindestens 100 waren zu sehen. Sie spielten, sprangen in die Luft und drehten sich. Wenn unser Boot langsam hinter ihnen herfuhr, sprangen sie vor uns hoch – so wie man sich das eben vorstellt und meistens nur aus Filmen kennt. Ich freute mich wie ein kleines Kind, denn eigentlich habe ich schon die ganzen Ferien darauf gehofft, dass wir Delfinen begegnen würden und nun am zweitletzten Tag war es endlich so weit. Die Delfine zeigten ihr ganzes Können in Sachen Sprungtechnik.

Nach etwa einer halben Stunde drehten wir wieder um und fuhren zu unserer Insel Embudu. Dort angekommen waren wir immer noch aufgedreht und freuten uns über den wunderschönen Tag, den wir im Indischen Ozean erleben durften. Wir hatten jedoch noch nicht genug und beschlossen, im Hausriff schnorcheln zu gehen.

Dort erwarteten uns zwei Meeresschildkröten, die sich überhaupt nicht an uns störten und so schwammen wir eine ganze Weile neben ihnen her und beobachteten sie beim Fressen.

Eine wunderschöne Meeresschildkröte im Hausriff, der ich beim Schnorcheln begegnet bin.

Eine wunderschöne Meeresschildkröte im Hausriff, der ich beim Schnorcheln begegnet bin.

Nach diesem gelungenen Tag im Wasser, gönnten wir uns an der Strandbar natürlich noch einen Drink und sahen die Sonne am Horizont verschwinden. Der würdige Abschluss eines Traumferien-Tags.

Träumt ihr auch von solchen Tauchspots wie dem Embudu Channel? Dann kann ich euch Ferien auf Embudu sehr empfehlen. Überzeugt euch selbst!

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Verfasst am 19.03.2014 Nadine Rancetti
Veröffentlicht in Sport
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