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James Bond-Feeling im Verzasca-Tal

Tamara Schneider

Wir fahren mit unserem Auto um die Kurve und der Verzasca-Staudamm kommt in Sicht. Er liegt ca. 20 Minuten von Locarno entfernt. Meine Kollegin und ich schauen uns an und uns rutscht wortwörtlich das Herz in die Hose. Erst jetzt wird uns bewusst, was wir da an diesem Samstagmittag geplant haben. Nämlich Bungee Jumping vom Verzasca-Staudamm, so ganz à la James Bond im Film Golden Eye. Wir sind ca. eine Stunde zu früh unterwegs und haben das Vergnügen, bereits einige wagemutige Personen vor uns springen zu sehen. Mich selber hat das sehr beruhigt und mir Mut gemacht. Denn: Was andere können, können wir sicher auch.

Das Dorf Verzasca im Tessin.

Das Dorf Verzasca im Tessin.

Der eindrückliche Verzasca-Staudamm.

Der eindrückliche Verzasca-Staudamm.

Eins, zwei, drei, JUMP!

Ca. 15 Minuten vor unserer Springzeit finden wir uns beim Treffpunkt ein. Nach dem herzlichen Empfang des Mitarbeiters werden wir über die Sicherheitsbestimmungen informiert und instruiert was nach dem Sprung am Seil hängend von unserer Seite getan werden muss. Meine Kollegin möchte zuerst springen, weswegen ich mich mit der Kamera am Rand bereit mache. Ich kann es kaum erwarten, bis endlich ich an der Reihe bin. Schon bald ist meine Kollegin wieder zu sehen und nun darf ich mich bereit machen. Das Podest sieht aus wie ein Sprungbrett und man springt parallel zum Staudamm. Ich stelle mich auf Anweisung eines Mitarbeiters ganz an den Rand des Podests und werde von hinten noch festgehalten. Dann heisst es: eins, zwei, drei und ich springe. Glücklicherweise habe ich nicht gezögert, denn dafür war gar keine Zeit. Die Arme habe ich schön in die Luft gestreckt wie ein Vogel. Ca. 15 Sekunden dauert der freie Fall bis sich das Seil spannt und ich wieder in die Höhe schiesse.

Das Podest zum Absprung.

Das Podest zum Absprung.

Der Sprung in die Tiefe.

Der Sprung in die Tiefe.

Den freien Fall habe ich total genossen, denn das Gefühl sowie die Sicht ist einfach atemberaubend. Doch durch das ständige Hochschnellen und wieder Fallen verliere ich die Orientierung und weiss nicht mehr genau, was ich nun tun soll. Erst als ich fast zum Stillstand komme, habe ich mich am Seil hochgezogen, damit ich einigermassen aufrecht in der Luft hange.

Der freie Fall – ein unglaubliches Erlebnis.

Der freie Fall – ein unglaubliches Erlebnis.

Adrenalin pur und traumhafte Aussicht

Das Bungee-Team schickt daraufhin ein zweites Seil mit einer „Boje“ daran zu mir hinunter, welches ich nun mit einer Hand zu erreichen versuche. Das ist gar nicht so einfach, da ich noch nicht zum Stillstand gekommen bin. Endlich erwische ich das zweite Seil und befestige den Karabiner am Bungee-Gurt. Mittlerweile fühle ich mich wieder wohl und kann die atemberaubende Aussicht geniessen. Weit vor mir sehe ich Wald und den Lago Maggiore, unter mir die Schlucht, hinter mir den Staudamm und oben an mir das Bungee-Team sowie etliche Zuschauer. Sobald ich das Podest erreiche, werde ich von zwei Mitarbeitern des Bungee-Teams heraufgezogen und bemerke dann beim Stehen, dass meine Beine noch nicht ganz standfest sind. Da der Adrenalin-Schub doch noch eine Weile anhält, vergeht dieses Gefühl schnell wieder.

Die atemberaubende Aussicht in das Tal auf den lago Maggiore.

Die atemberaubende Aussicht in das Tal auf den Lago Maggiore.

Ich werde das Gefühl während dem Springen nie vergessen, bin aber doch irgendwie froh, dass ich es hinter mir habe. Gemäss dem Bungee-Team darf ab dem zweiten Mal rückwärts gesprungen werden. Wer weiss, vielleicht werde ich dies beim nächsten Sprung irgendwo in der Welt ausprobieren. Euch empfehle ich dieses Abenteuer beim Verzasca-Staudamm sehr. Es lässt sich gut mit einem Wochenendtrip im traumhaften Tessin verbinden.

Der Verzasca-Staudamm.

Der Verzasca-Staudamm.

Das wunderschöne Verzasca Tal.

Das wunderschöne Verzasca Tal.

Über diesen Artikel

Verfasst am 24.08.2014 Tamara Schneider
Veröffentlicht in Sport
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