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Iran – Tausend und eine Nacht

Claudia Riederer

Imposante Moscheen, karge Landschaften, freundliche Menschen und archäologische Schätze – das ist Iran.

„Nach Iran? Das ist doch gefährlich? Bist du verrückt?“, dies waren die häufigsten Reaktionen auf meine Reisepläne nach Iran. Nach der Reise kann ich gewiss sagen, dass man sich bedenkenlos in diesem Land bewegen kann. Es gab nie eine Situation, in der ich mich unwohl oder bedrängt fühlte.

Die Gastfreundschaft der Iraner ist mit keiner anderen zu vergleichen. Ich werde überall freundlich begrüsst. Immer wieder fragt man mich neugierig „Where are you from?“. Meistens sprechen mich junge Frauen an. Einige sprechen sogar ein paar Sätze Deutsch. Leises Gekicher nehme ich hinter mir wahr. Drei junge Mädchen sehen mich mit grossen Augen an und fragen verlegen, ob ich ein Foto mit ihnen machen würde. Ein breites Lachen strahlt über das ganze Gesicht der Mädchen. Dieser entzückenden Situation begegne ich während der gesamten Reise immer wieder. Es ist überraschend wie weltoffen die Iraner sind.

3 Iranerinnen mit uns

3 Iranerinnen mit uns

Kleidervorschrift

Die Kleidervorschriften werfen sehr viele Fragen auf. Eigentlich ist es ziemlich einfach und man gewöhnt sich schnell daran. Für die Frauen gilt eine Kopftuchpflicht. Am Wichtigsten ist, dass die Kleidung sehr locker sitzt. Die Körperformen müssen verhüllt sein und es darf kein Dékolleté gezeigt werden. Die Hosen, Jeans, Leggins oder Röcke müssen bis zum Knöchel gehen. Das langärmlige Oberteil sollte im besten Fall oberhalb der Knie enden. Die Ärmel dürfen bis zum Ellbogen zurückgerollt werden. Bei den Männern ist es etwas einfacher. Kurze Hosen sowie ärmellose T-Shirts sind nicht erlaubt. Auch während des Sports nicht.

Gruppenrundreise

Meine 9-tägige Rundreise startet in Teheran, die moderne Hauptstadt des Irans. Nach dem kurzen Aufenthalt geht die Fahrt weiter via Qom, nach Kashan. Kashan ist eine Oasenstadt am Rande einer Salzwüste. Ein Höhepunkt ist der herrliche Fin Garten. Eine typisch persische Parkanlage, wo man das Gefühl hat die Zeit bliebe stehen. Die zahlreichen Brunnen und Wasserläufe verleihen dem Anwesen eine beruhigende Stimmung. Ich empfehle den Besuch morgens einzuplanen. Einerseits wegen der Hitze und andererseits wegen der vielen Besucher ab der Mittagszeit.

Fin Garten Kashan

Fin Garten Kashan

Angekommen in Shiraz, der Stadt der Poesie und Rosen, besuche ich die Nasir-al-Molk-Moschee. Durch die Sonneneinstrahlung reflektieren die farbigen Fenster im Raum – ein fantastisches Farbenspiel. Der Altstadtbasar ist grossartig! Viele Tücher, Schmuck und Gewürzberge, alles was das Herz begehrt.

Nasir-al-Molk-Moschee in Shiraz

Nasir-al-Molk-Moschee in Shiraz

Die letzte Etappe geht mit einem Abstecher über Persepolis nach Isfahan. Das UNESCO Weltkulturerbe Persepolis  ist eine der faszinierendsten Ruinenstätte der Welt. Den Aufstieg auf die Terrasse lohnt sich. Der Ausblick auf die gesamte Palastanlage ist grandios. Ein unvergessliches Erlebnis.

Die Aussicht über das UNESCO Weltkulturerbe Persepolis

Die Aussicht über das UNESCO Weltkulturerbe Persepolis

Der letzte Stopp, Isfahan ist für mich ein besonderes Highlight der Reise. Der Imam-Platz im Herzen der historischen Altstadt zählt zu den grössten Plätzen der Welt. Hier befinden sich zwei Moscheen sowie ein grosser Basar, welcher zum verweilen einlädt. Am Abend empfehle ich die historische Brücke zu besuchen. Während des Sonnenuntergangs verbreitet sich eine romantische Stimmung. Nehmt unbedingt eure Kamera mit, ihr habt dort die Gelegenheit wunderschöne Momente festzuhalten.

Iran hat mich persönlich positiv überrascht und ich kann dieses eindrückliche Land wärmstens empfehlen. Die Menschen, die Kultur und die Landschaft haben mich sehr beeindruckt. Und wann reist du nach Iran? All unsere Angebote findet ihr auf unserer Website oder wir beraten euch auch gerne in einer unseren Filialen.

 

Über diesen Artikel

Verfasst am 28.10.2016 Claudia Riederer
Veröffentlicht in Kunst & Kultur
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