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Hallo Yucatán! Cobá, Playa del Carmen und die Isla Mujeres

Wie versprochen geht es heute weiter mit dem zweiten Teil meiner Yucatán-Serie. Heute erzähle ich von Cobá, Playa del Carmen und der Isla Mujeres.

Cobá: auf Entdeckungsreise im tiefsten Dschungel

Dieser Ort ist etwas für all jene, die noch mehr über die Maya erfahren wollen (und auch etwas für die Sportler unter uns)! Die Ruinenstätte Cobá befindet sich ca. 40 km von der karibischen Küste entfernt im Dschungel des Bundesstaats Quintana Roo. Sie besteht aus drei grossen und mehreren kleinen Gebäudegruppen, erstreckt sich über ein Gebiet von fast 70 km2 und verläuft entlang mehrerer Seen.

Die Anzahl der Wege (45 konnten bislang ausgemacht werden) zeigen die Bedeutung dieses Ortes – hierher wurden wohl alle Waren geliefert, bevor sie in die Städte im Landesinneren gebracht wurden. Rund um die drei bedeutendsten Gebäudegruppen sind viele kleine Plattformen verstreut (Schätzungen zufolge sind es um die 20000), die vermuten lassen, dass Cobá einst eine Stadt mit 40000 – 50000 Einwohnern war.

Es handelte sich somit um eine der grössten Mayastädte der späten klassischen Periode!

Der Ausblick von ganz oben

Der Ausblick von ganz oben

In der Sprache der Maya hiess Cobá wohl in etwa «lebendiges Gewässer», was auf die fünf Karsteinbrüche in der Region zurückzuführen ist. Diese Seen, die «Cenotes» genannt werden, sind die grössten der Halbinsel Yucatán und waren für die Maya sicher von allergrösster Bedeutung, da sie die Böden über ein effizientes Bewässerungssystem mit kostbarem Wasser versorgten.

Auf dem Gelände der Ruinenstätte befindet sich ein als «Kirche» bezeichnetes Gebäude, wo eine umfassende Sammlung archäologischer Gegenstände zu bestaunen ist. Beeindruckend ist auch der sogenannte «Ballspielplatz» mit seinen riesigen steinernen Ringen und den Totenköpfen, die am Fuss des Monuments eingemeisselt sind. Wer vermutet, dass hier ganz harmlos gespielt wurde, irrt sich – in Wahrheit war das Ballspiel ein Ritual, bei dem Menschenopfer dargeboten wurden.

20 Minuten zu Fuss vom Eingang entfernt, erhebt sich die Pyramide Nohoch Mul aus dem Dschungel. Den Weg dorthin markieren aus Stein gehauene Stelen, auf denen die Höhepunkte in der Geschichte dieser Tausende Jahre alten Zivilisation dargestellt werden. Einige dieser Stelen sind entsprechend der verschiedenen Maya-Kalender datiert. Eine Portion Mut gehört dann schon dazu, die monumentale Treppe von Nohoch Mul (42 m, 120 Stufen) – die grösste der Halbinsel – zu erklimmen. Der Blick von oben ist umwerfend: Von hier aus habe ich die besten Panoramabilder der ganzen Reise gemacht! Die Pyramide erinnert mit ihren sieben Stufen, die an den Kanten abgerundet sind, an einen Hügel.

Die Nohoch-Mul-Pyramide

Die Nohoch-Mul-Pyramide

Ganz schön steil...

Ganz schön steil…

Oben auf der Pyramide steht ein Tempel, dessen Form jener der Tempel von Tulum ähnelt. An der Frontseite finden sich noch heute zwei der drei ursprünglich vorhandenen Nischen mit Darstellungen des «herabstürzenden Gottes». Wer nicht ganz so sportlich unterwegs ist, kann die Ruinenstätte auch mit einem Fahrradtaxi oder auf dem Rücken eines Maultiers erkunden.

Tauchen Sie ein ins kühle Nass oder aber ins Nachtleben von Playa del Carmen

Beneidenswert schön gelegen, mit breiten Stränden und einem Meer, das ein Paradies für Schwimmer und Taucher ist: Willkommen in Playa del Carmen, dem Schmuckstück der Riviera Maya. Das alte Fischerdorf an einem in unendlichen Blautönen schattierten Meer hat sich zu einem internationalen Badeort gemausert, mit einer Bettenkapazität für Tausende von Touristen. Die Stadt sprüht nur so vor Leben und stellt auch besonders anspruchsvolle Urlauber zufrieden.

Playa del Carmen, von Stammgästen einfach «Playa» und von den Maya «Xaman Há» genannt, liegt auf halber Strecke zwischen dem Flughafen Cancún und der Maya-Fundstätte Tulum (jeweils 52 km entfernt).

Ein umwerfender Sonnenuntergang in Playa del Carmen

Ein umwerfender Sonnenuntergang in Playa del Carmen

Playa del Carmen ist ein idealer Standort für Urlaubstage am Meer und Ausflüge ins Landesinnere. In der Nähe gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Spaziergänge oder Reitausflüge. Rund um Playa del Carmen befinden sich unzählige Strände, Buchten, Lagunen und natürlich das Meer mit seinem fantastischen Korallenriff.

Einer der schönsten Strände der Halbinsel ist Coco Beach, das Korallenriff ist weniger als 50 m von der Küste entfernt. Zum Tauchen sind die besten Riffe «Tortuga» und «Barracuda».

Sind Sie eher ein Nachtschwärmer? Der Club «Coco Bongo» ist nach wie vor die bekannteste und beliebteste Diskothek, generell habt ihraber auf der Quinta Avenida die Qual der Wahl.

Ein Must: Apero am Strand ab 18:00 Uhr – dort trifft ihr neben anderen Touristen auch viele Mexikaner.

Isla Mujeres – auf ins Paradies!

Wahrlich ein Ausflug wie aus dem Bilderbuch: Ich bin an Bord eines Katamarans, habe einen Tequila in der Hand und sehe vor mir die Isla Mujeres, eine kleine Insel, wo man die Dinge etwas gemächlicher angeht und die einfach magische Landschaft auf sich wirken lässt. Die 8 km lange und 0,5 km breite Insel befindet sich gerade einmal 6 km nordöstlich vor der Küste von Cancún. Wenn ihr dem Trubel von Cancún entfliehen möchten, ist die Isla Mujeres bestimmt eine gute Wahl.

Geniesst die Ruhe auf der Isla Mujeres

Geniesst die Ruhe auf der Isla Mujeres

Sofort drängt sich eine Frage auf: Woher kommt der Name «Isla Mujeres», also «Fraueninsel»? Der Legende zufolge verstecken Seeräuber ihre Frauen auf dieser Insel, während sie ihren Beutezügen nachgingen.

An der Nordspitze der Insel befindet sich die Anlegestelle für das Touristenboot. Die Besucher gelangen von dort zum Hauptort der Insel, mit seinen Geschäften, Restaurants, Bars, farbenfrohen Häusern und der Plaza Municipal. Mopeds, Golf-Carts, Fahrräder und Taxis können ebenfalls gemietet werden. Weiter südlich führt eine Strasse zu einer Mangrovenlagune, einer Flugzeuglandebahn, grossen Stränden und Strandrestaurants. Binnen ca. 20 Minuten erreichen Sie das südliche Ende der Insel. Die Ostküste ist noch praktisch unberührt, wild und felsig.

Treffpunkt Anlegestelle

Treffpunkt Anlegestelle

Ganz im Süden der Insel steht ein moderner Leuchtturm mit Blick auf einen kleinen Maya-Tempel. Dieser war Ixchel, der Göttin der Fruchtbarkeit, gewidmet. In der Mayazeit diente der Tempel den Seefahrern als Wegweiser.

Der Garrafón Natural Reef Park ist aufgrund seines Strandes beliebt und ein echtes Paradies für Wasserratten. Der Naturpark bietet zahllose Möglichkeiten: Ausflüge in die Unterwasserwelt oder in die Berge, einen Adrenalinkick auf dem «Flying Fox», Kajaktouren, Schnorcheln und Tauchen, und sogar Schwimmen mit Delfinen und Haien. Auf dem Ausflug ist auch ein Mittagessen inklusive.

Faszinierende Unterwasserwelt im Garrafón Natural Reef Park

Faszinierende Unterwasserwelt im Garrafón Natural Reef Park

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In Kürze erscheint der dritte Teil meiner Yucatán-Serie. Halten Sie die Augen offen! Dann werde ich von Uxmal, Calakmul, Kabáh und Ruta Puuc berichten.

Über diesen Artikel

Verfasst am 16.11.2015 Lara Candi
Veröffentlicht in Kunst & Kultur, We love
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One thought on Hallo Yucatán! Cobá, Playa del Carmen und die Isla Mujeres

  1. Ein schöner Artikel über eine der wichtigen Mayastätten. Coba ist auch nicht so überlaufen, wie es Chichen Itza leider ist. Die dichte Vegetation dort gibt der Stadt ihr gewisses etwas. Wenn man schon an der Riviera Maya ist, dann sollte man einen Besuch von Coba auf keinen Fall verpassen!

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