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Fantastische Tierwelt auf Vancouver Island

Regula Viridén

Westkanada ist bekannt für die große Tiervielfalt, neben Schwarzbären, Weisskopfadlern und Walen bin ich im Rahmen meiner Wohnmobilreise von Calgary nach Vancouver allerdings auch noch anderen Tieren begegnet. Besonders auf Vancouver Island war die eine und andere spektakuläre Tierbegegnung dabei.

 

Schwarzbären und Krebse in Tofino

Heute hat mich der Wecker bereits um 5:15 Uhr aus den Federn geholt, der Grund war die Ebbe – nun ja, genauer gesagt ein Bearwatching – Ausflug. Die Schwarzbären sind Feinschmecker und gehen bei Ebbe an den Strand, wo sie Steine umwälzen um die darunterliegenden Krebse und Krabben zu ihrem Frühstück erklären. Ich durfte bei diesem Spektakel ganz nah dabei sein und das frühe Aufstehen hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Bären gehen bei Ebbe an den Strand

Bären gehen bei Ebbe an den Strand

North Island Wildlife Recovery in Errington

Die Auffangstation North Island Wildlife Recovery, für kranke, verwaiste und verunfallte Tiere beherbergt neben Eulen, Adlern, Falken und anderen Vögeln auch 5 Jungbären, welche voraussichtlich noch dieses Jahr ausgewildert werden. Außerdem gehört  auch Knut zum Inventar, er ist ein über 20-jähriger Schwarzbär, der hier in Gefangenschaft lebt, da er aus irgendeinem Grund in der Wildnis nicht überlebensfähig ist. Viele interessante Details erfährt man hier zu den Tieren und ich hatte Gelegenheit zu spüren (nicht bei Knut), wie sich ein Bärenfell anfühlt. Ich kann deshalb bezeugen, dass der Bär tatsächlich so kuschelig ist, wie man ihn sich vorstellt.

Ein Weisskopfadler in der Auffangstation North Island Wildlife Recovery

Ein Weisskopfadler in der Auffangstation North Island Wildlife Recovery

 

Whalewatching und eine wundersame Rettung

In Victoria habe ich einen Platz auf der abendlichen Whalewatchingtour im Zodiac gebucht, in der Hoffnung hier auf Orcas zu treffen. Im Nachhinein kann ich sagen, dass  dies die beste Entscheidung war, die ich treffen konnte. Zodiac-Tour heißt, dass ein 400 PS-starkes Gummiboot mit einem Kapitän und maximal 12 Passagieren förmlich über die Wellen „brettert“. Je nach Seegang gleicht diese Bootsfahrt aber eher einem wilden Ritt auf einer Achterbahn, außer dass (Gott sei Dank) der Looping fehlt.

Whalewatching in Victoria

Whalewatching in Victoria

Die See war an diesem Abend teilweise richtig rau und so wurde mir schnell bewusst, weshalb die Whalewatchingtouranbieter Zodiac-Touren für Menschen mit Herz-, Nacken, Rückenschmerzen, mit Osteoporose oder Inkontinenz nicht empfehlen. Ich habe zum Glück keine von diesen Beschwerden und bin froh, dass es auch nach diesem 3,5-stündigen Ausflug dabei blieb.

Kaum im Gebiet angekommen, wo man möglicherweise Wale antrifft, hat sich ein stattlicher Buckelwal präsentiert. Später haben wir Orcas entdeckt, es waren so viele, dass man zeitweise nicht wusste, ob man nun links, rechts, vorwärts oder rückwärts schauen soll – ein unvergessliches Erlebnis. Gemäß unserem Kapitän Matt sollen es total um die 40 Orcas gewesen sein.

Mitten in diesem Schauspiel haben wir plötzlich ein Seehundbaby entdeckt. Mit seinen großen Kulleraugen hat es uns hilflos angeschaut. Matt meinte, dass er es schon retten könnte, aber zuerst musste er sicher sein, dass die Mutter nicht irgendwo ist. Auf keinen Fall wollte er ihr Baby wegnehmen. Da aber weit und breit keine Mutter ausfindig gemacht werden konnte, hat er es mit bloßen Händen aus dem Meer geholt und fortan waren wir 12 Passagiere und eine Robbe an Bord.

Das gerettete Seehundbaby

Das gerettete Seehundbaby

Im Wissen darum, dass wir auf dieser Tour überdurchschnittlich viele Tiere zu Gesicht bekommen haben, endete dieser denkwürdige und unvergessliche Tag somit mit einem Happyend.

 

Braucht ihr noch weitere Reisetipps für Kanada? Dann lasst euch in einer unserer Filialen beraten.

Über diesen Artikel

Verfasst am 19.01.2017 Regula Viridén
Veröffentlicht in Natur
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