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Botswana – Perle im Herzen Afrikas

Nathalie Sommer

Botswana einmal anders erleben – bei einer Mobile Camp Safari im Chobe Game Reserve war ich vier Tage in einer anderen Welt.

Botswana ist eine Perle in Afrika. Zurück von meiner Mobile Safari ohne Mobilfunknetz und WiFi möchte ich euch mein persönliches Camping Abenteuer etwas näher bringen.

Ausblick über Botswana

Ausblick über Botswana

Um Botswana richtig zu erleben, habe ich mich bewusst für eine geführte Mobile Camp Safari oder auch Zeltsafari genannt, entschieden. Denn als Selbstfahrer im Mietfahrzeug hat man oft selbst mit Allradfahrzeug und Dachzelt keine Chance dasselbe zu erleben, wie im Rahmen einer perfekt organisierten Safari.

Unser Zelt währen der Rundreise.

Unser Zelt währen der Rundreise.

Ich entschloss mich daher für eine 4-tägige Mobile Camp Safari, welche mich in die westlich gelegene Savuti-Region im Chobe Game Reserve führte. Der Chobe ist einzigartig für seine grossen Elefantenherden und seine reiche Vogelwelt.

Einer der vielen Elefantenherden.

Einer der vielen Elefantenherden.

Die Savuti Region ist nur per Geländewagen oder Kleinflugzeug erreichbar und daher wirklich ein „off the beaten Track“ Erlebnis. Das Savannenland ist bekannt für die jährliche Wanderung von Zebras, Kudus, Impalas, Gnus und Raubtieren. Dieser Teil von Chobe ist auch bekannt für ein Löwenrudel, das sich auf die Elefanten-Jagd spezialisiert hat. Glücklicherweise sind wir diesem Rudel während meiner Safari nicht begegnet.

Die zwei Nächte vor meiner Tour verbrachte ich im Städtchen Kasane. Die kleine und überschaubare Stadt liegt nah am afrikanischen Fast-Vierländereck der Staaten Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe am Chobe Fluss. Der Fluss bildet auch die nordöstliche Grenze des Chobe Game Reserve und mündet in den Sambesi.

Ich nutze meinen Aufenthalt in Kasane um die weltberühmten Victoria Falls im benachbarten Simbabwe zu besichtigen. Ein Katzensprung von Kasane und ein Muss für jede Botswana Rundreise.

Die berühmten Victoriafälle.

Die berühmten Victoriafälle, Simbabwe.

Ein weiterer und wunderschöner Ausflug lasse ich mir auch nicht entgehen – eine Flussfahrt auf dem Chobe. Ich muss nicht weit fahren, um die ersten Tieren am Ufer zu sehen. Ein dickes Krokodil döst in der Nachmittagssonne, eine Herde Flusspferde baden zusammen im Fluss, grosse Vögel – Schreiseeadler, Kormorane und Weisskehlschwalben sitzen in den Kronen der Bäume am Ufer und behalten die glitzernde Wasseroberfläche mit ihren scharfen Augen im Blick. Die ersten Elefanten tauchen am Ufer auf und ich sehe eine Elefantenfamilie, deren Nachwuchs das Trinken mit dem Rüssel von den Erwachsenen abgeschaut hat. Sie üben sich im „Synchrontrinken“ – ein toller Anblick.

Am nächsten Tag beginnt mein lang ersehntes Safari Abenteuer. In der Früh werde ich von unserem einheimischen Guide Alex im offenen Geländewagen abgeholt. Zuerst geht es über Schnellstrassen zum Eingangstor des Chobe Game Reserves, dem Ngoma Gate, nahe bei der namibischen Grenze. Von dort aus fahren wir weiter auf harter Schotterstrasse bis zum Chobe Forest Reserve, wo die Strassen in tiefsandige und ausgefahrene Pistenstrassen übergehen. Die Fahrt ist sehr abwechslungsreich – die Vegetation ändert sich stetig und immer wieder halten wir an um Tiere zu beobachten.

Einmal steht plötzlich ein junger Elefantenbulle vor uns. Glücklicherweise behält er die Ohren unten – gemäss unserem Guide Alex ein Zeichen, dass er uns wohlgesinnt ist. 115km und zirka 5 Stunden später erreichen wir den Savuti Channel. Dieser ist seit 1982 vollkommen trocken und niemand weiss, ob und wann er je wieder Wasser führen wird.

Unser Guide Alex kennt den Chobe Game Reserve wie seine Westentasche da er nicht unweit der Grenze vom Park aufgewachsen ist. Er erzählt uns, dass er schon als Junge auf seinem Schulweg jeden Tag Elefanten passieren musste und so vieles über das Verhalten dieser wunderschönen Dickhäuter gelernt hat.

Eine Löwenmutter mit ihren Jungen.

Eine Löwenmutter mit ihren Jungen.

Immer wieder lehnt sich unser Guide Alex rechts aus dem Auto und blickt konzentriert nach unten in den Sand. Er sieht genau, welches Tier hier wann und in welcher Richtung entlanglief. Er erkennt, ob es sich um weibliches oder männliches Tier handelt und daran, dass wenn etwas Sand über die Spur geweht wurde, dass die Spur vom Vortag stammt. Und dann blickt er plötzlich in die Ferne und erkennt in Hunderten von Metern Entfernung ein Wildtier, das er uns sofort näher zeigen möchte. Unsere Kameras sind stetig bereit.

Unser Geländewagen während der Pirschfahrt.

Unser Geländewagen während der Pirschfahrt.

Nach unzähligen kleinen Nebenwegen, die zum Teil nicht als solche erkennbar waren, vielen Stopps, häufigem Umkehren und erneutem Entlangfahren, haben wir bereits so ziemlich alles Grosswild und viele kleinere Tiere sowie eine Vielzahl an Vögeln im Park gesehen: Elefanten, Giraffen, Hyänen, Warzenschweine, Impalas, Springböcke, Wasserböcke, Riedböcke, Kudu, Kuhantilopen, Nilpferde, Zebras, Gnus, Büffel, Schakale, Schildkröten, Krokodile sowie verschiedene Greifvögel wie Fischadler, Reiher, Störche, Milane, Bussarde,…

In meinem nächsten Blogbeitrag erfahrt ihr alles über unser Camp. Also unbedingt wieder vorbei schauen. In der Zwischenzeit könnt ihr ja auch schon eure Reise planen. Hier geht’s zu unserer Botswana Rundreise.

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Verfasst am 11.06.2016 Nathalie Sommer
Veröffentlicht in We love
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